Archiv für August 2011

Legasthenie Coaching wünscht einen guten Start ins neue Schuljahr!

2011/08/22

Das Legasthenie-Coaching-Team wünscht allen seinen Schützlingen einen guten Start ins neue Schuljahr sowie viele Freude und Spaß in unserem neu gestaltetem Büro.

Ratgeber: Intelligenztests bei Legasthenie und Dyskalkulie?

2011/08/17

In der Wissenschaft herrscht bis heute noch sehr viel Unklarheit darüber, was die Menschliche Intelligenz alles zu umfassen vermag. Sind nur rein logische Aspekte wie  schnelle Denk- und Merkfähigkeiten, oder aber auch emotionale, soziale und familiäre Faktoren verantwortlich? Ist man mit Testung von Intelligenz konfrontiert, ist man nicht selten verunsichert, besonders wenn es um Lese-Recht-Schreibschwäche oder Rechenschwächen geht.

Intelligenz ist ein Konstrukt der Wissenschaft, die aus verschiedenen theoretischen Denkmodellen hergeleitet wird. Daher ist sowohl die Vielfalt der Definitionen über menschliche Intelligenz als auch deren Messung und Einschätzung sehr umfangreich. Es gibt mehrere hundert Definitionen von Intelligenz.

Sicherlich kommen die gesellschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen hinzu, wie man einen schlauen oder nichtschlauen Menschen einorten möchte. Man kann es auch „Auslese“ nennen. So erleben wir im Bereich Legasthenie und LRS, dass die vielfältigen Ausprägungen selten unterschieden werden. Vermutlich will es unsere Gesellschaft bzw. die Wissenschaft gar nicht anders. Sie hat ein Modell „Lese-Recht-Schreibschwäche“, welches auf jeden Betroffenen passen muss. Dass es erbliche Ursachen von Legasthenie gibt als auch erworbene, wie die LRS, findet in der internationalen Betrachtung kaum Beachtung. Bei der Intelligenz ist es nicht viel anders. Je nach Definitionsmodell gibt es diverse Tests, die bei ein und derselben Person zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können.

Eine richtige Einschätzung nach einer Testung bei Schülern ist für Fachleute nicht einfach. Allein das Testergebnis reicht nicht aus, um ein individuelle Förderung bzw. Training einzuläuten. Es bedarf einer ausgeprägten fachlichen Erfahrung, um die Ergebnisse richtig einschätzen zu können. Eines muss jedem Fachmann klar sein, das Testergebnisse lediglich Prognosen sein können, um den jeweiligen Menschen in seinen Fähigkeiten und Schwächen einschätzen zu können.

Wir erleben es regelmäßig, dass Legastheniker oder Dyskalkuliker bei diesen Tests scheitern. Auch der von Seiten der Selbsthilfeverbände empfohlene HAWIK-III-Test entspricht nicht dem, was wir für eine umfassende Hilfe bräuchten, da er auf einer breiten Testung von so genannten schulischen Fähigkeiten ausgelegt ist. Da kommt es sehr oft zu Diskrepanzen zwischen der getesteten Leistungen und der realen Fähigkeiten des Betroffenen. Besonders im Bereich der Legasthenie und Dyskalkulie, wie auch bei hochbegabten Schülern kommt es immer wieder zu ungenauen Ergebnissen, weil alle Tests in der Regel lediglich von der „Norm“ – sozusagen dem empirisch erhobenen Durchschnitt entsprechen. Für eine genauere Abklärung einer Lernbehinderung oder eines anderen Handycapes ist jedoch der HAWIK-III durchaus aussagekräftig, im Bereich Legasthenie und Dyskalkulie versagen – unserer Beobachtung nach – die Tests in der Regel. Es herrscht immer noch keine Einigkeit in der gegenwärtigen Wissenschaft, wie sich eine erworbene und eine gentisch veranlagte Lese-Recht-Schreibschwäche unterscheidet. Aus diesen oben genannten Gründen erachten wir Intelligenztests in diesem Bereich als wenig dienlich. Es kommt entweder zu Unter- oder Überschätzung des Intelligenzquotienten.

Wir haben eine gute Kernaussage zu Intelligenztests gefunden:

IQ-Tests an sich sind lediglich Methoden. Ihr intelligenter Einsatz, das heißt, ihre fachliche Einbettung in einen diagnostischen Prozess zur Beantwortung einer konkreten diagnostischen Frage entscheidet über den Nutzen. Die Feststellung einer Maßzahl für die Intelligenz als Selbstzweck oder als alleinige Entscheidungsgrundlage ist theoretisch und messtechnisch gesehen in den allermeisten Fällen nicht sinnvoll[i].

Diese Aussage von Seiten der Wissenschaft bezieht sich jedenfalls auf die allgemeine Messung von Intelligenz. Will man einen Legastheniker oder Dyskalkuliker testen, wird man zwangsläufig scheitern, nachdem es derzeit – und da sprechen wir aus langjähriger Erfahrung – noch keinen aussagekräftigen IQ-Test gibt, der für dieses große Spektrum hochkomplexer Schwierigkeiten geeignet ist.

Unserer Auffassung nach sind weder bei der Abklärung von Legasthenie noch von Dyskalkulie Intelligenztests erforderlich, sofern man von einer „normalen“ Grundintelligenz ausgehen kann. Allerdings erachten wir es für wichtig, bei erworbenen Schwächen, wie einer LRS/Rechenschwäche, abzuklären, ob nicht doch in Einzelfällen ein Mangel an Intelligenz eine Rolle spielen könnte. In diesem konkreten Fall ist eine psychologische Testung auf jeden Fall sinnvoll und anzuraten. Aus den genannten Gründen setzen wir uns gezielt für eine genaue Differenzierung von Lernschwierigkeiten ein, um jeden Betroffenen individuell in seinem Lernfortschritt unterstützen zu können.

Jeder Fachmann, ob Pädagoge oder Psychologe, der nicht im eigenen Erleben all diese Schwierigkeiten kennt, wird sich, unserer Ansicht nach, schwerer tun, sich in die Situation von Legasthenikern und Dyskalkulikern einzufühlen.

Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass Testungs-Ergebnissen u.a. von Schulpsychologen mit Behutsamkeit zu betrachten sind, insbesondere dann, wenn es um die Fragestellungen einer umfassende Diagnose geht, um den Betroffenen Schüler richtig, das heißt, entsprechenden seines individuellen „Bildes“ zu fördern. Gleiches gilt, wenn es um das Thema „LRS-Testung“ an Schulen geht.

Sollten Sie Näheres – bspw. über wissenschaftliche Grundlagen – wissen wollen, empfehlen wir das kleine Fachbuch der UTB-Profil-Reihe des Ernst Reinhardt Verlags: Intelligenztests. Hier finden sie sowohl fundierte Erklärungen zum Thema Intelligenz,  als auch Testmethoden und geläufige Modelle.

 

[1] Intelligenztests – Geschichte, Anwendungsmöglichkeiten und Korrelate S. 60, Preckl/Brüll

DUDEN: Die Rechtschreibprüfung PLUS 8.0 Korrektor

2011/08/15

9783411112814_thumbDie neue Rechtschreibprüfung von Duden der Korrektor wurde erst kürzlich in der 8.0 Version herausgebracht. Sie hat sich weiter verbessern können, und bietet einen weiteren Einstellungsumfang für Microsoft Word.

Das Besondere in der neuen PLUS-Version sind die 25 000 Vertonungen zur korrekten Aussprache, gesprochen von Profisprechern der ARD. Zusätzlich sind drei weitere elektronische Wörterbücher enthalten: 1) Neue Auflage „Richtiges und gutes Deutsch“, 2) Das Fremdwörterbuch, 3) Das Synonymwörterbuch. Es gibt auch eine automatische Fehlerkorrektur z. B. von der alten Rechtschreibung in die neue. Als weiterer Bonus stellt die Möglichkeit dar, auch die automatische Prüfung und den automatischen Druck mehrerer Dokumenten zu erhalten. Eine weitere Neuerung der 8.0-Version ist, dass die Versionen sowohl unter der 64-Bit-Version als auch unter Microsoft Office 2010. Zusätzlich hat sie einen erweiterten Wortbestand zur letzten 7.0-Version. Wie groß allerdings der Umfang ist, konnten wir bisher nicht herausfinden. Unser Eindruck: der Duden Korrektor kann sich sehen lassen. Er läuft schneller auf unser 64-Bit-Version von Windows 7.

Sollen Sie jedoch nicht auf den Duden als Buch verzichten wollen , gibt es auch die neue 8.0-Version mit den neuen DUDEN „Die deutsche Rechtschreibung“ in der überarbeitenden 25. Auflage.

Sie können sich je nach Vorliebe entscheiden. Ich empfehle Ihnen, sich beide Versionen einmal anzusehen. Ich mag jedenfalls gern einen Duden zum Nachschlagen. Mir persönlich gefällt es nicht, alles auf dem PC suchen zu müssen. Außerdem ist so auch der Lerneffekt besser. Denn man lernt viel mehr, wenn man beides nutzt, den DUDEN als Nachschlagewerk in gedruckter Fassung und auch den digitalen Korrektor.

Probieren Sie die neuen Versionen einfach einmal aus, um sich selber von der Qualität der der neuen Rechtschreibprüfung aus dem Hause DUDEN zu überzeugen.

Demnächst hier auf unserem Weblog

2011/08/12

Nächste Woche veröffentliche ich wieder zwei Rezensionen: eine zur neuesten Rechtschreibprüfung von DUDEN und eine weitere Buchbesprechung zum Thema: Intelligenzdiagnostik.

Da uns das Thema Aufklärung sehr wichtig ist, werden wir vermehrt Ratgeberbeiträge veröffentlichen – und dies als künftigen Hauptschwerpunkt weiter ausbauen. Wissenschaftliche Fachartikel werde ich beim Grin Verlag veröffentlichen.

Sind vom Kurzurlaub zurück!

2011/08/09

So, jetzt sind wir wieder von unserem Kurzurlaub zurück. Drum gibt es heute einen kleinen persönlichen Beitrag von mir. Wir haben äußerst positive Rückmeldungen auf unseren MDR Fernsehbeitrag erhalten. Sie sind alle sehr ermutigend! Sie bestätigen mir, dass es sich lohnt, mich so intensiv dem Thema „Legasthenie“ zu widmen. Da macht das Arbeiten einfach noch mehr Spaß! Besonders freue ich mich darüber, dass mich in Zukunft meine Frau Anke noch mehr unterstützen wird. Es wird sich hier in unserem Institut noch Einiges tun – lassen Sie sich überraschen.

Auf unseren Fernseh-Beitrag hin hat sich eine Fachhochschule bei Brandenburg gemeldet. Diese unterstützt speziell Legastheniker im Technikbereich, die ihr Ingenieurstudium abschließen wollen. Sie ist, unseres Wissens, die erste Hochschule in Deutschland, die speziell in diesem Bereich aktiv ist, d.h. Legasthenikern optimale Studienbedingungen anzubieten.

Vor einiger Zeit konnten wir einen speziellen Nachteilsausgleich für eine sächsische Fachhochschule für Sozialarbeit erstellen. An dieser Hochschule können Legastheniker einen speziellen Ausgleich – wie Zeitzugabe, oder bei besonderen Schwierigkeiten – eine Vorlesehilfe während der Prüfungen erhalten.

Während der kommenden beiden Wochen werden wir uns intensiv auf unsere Arbeit vorbereiten, die auf uns nach den Sommerferien erwartet. Unser neu gestaltetes Büro ist jetzt jedenfalls einsatzbereit.

Ein kleiner Einblick, wie unser neu gestaltetes Institutsbüro aussieht

2011/08/03

So, die letzten Tage haben wir unser Institutsbüro komplett neu umgestaltet. Nun haben wir viel mehr Platz in unserem Institut – das Lernen wird nun unseren Klienten noch mehr Freude bereiten. Gerade in den Sommerferien kann man die Zeit dafür nutzen, um Arbeiten zu machen, zu denen man sonst nicht kommt.

Wir sind wirklich gespannt, wie es unseren Klienten gefallen wird!

Legasthenie Coaching feiert heute sein einjähriges Jubiläum!

2011/08/01

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Heute vor einem Jahr haben wir in Dresden unser Institut Legasthenie Coaching gegründet. In den letzten 12 Monaten ist viel passiert. Wir haben viel erlebt! Und fühlen uns in unserer Arbeit mit den Betroffenen nur bestätigt.

Wir hatten die Chance mehrfach in den Medien zu sein, konnten auch mehrfach an Projekten mitwirken und über das Thema Legasthenie/Dyskalkulie und LRS/Rechenschwäche differenziert aufklären.

Auch unsere Klienten, die wir umfassend betreuen, erleben tiefgreifende Veränderungen in ihrem Leben durch unseren umfassenden und neuen Ansatz.

Seit letzter Woche bauen wir unser Institut um, es wird für unsere Klienten noch lernfreundlicher werden. Bei der Gestaltung und Umsetzung unterstützt uns u.a. Tabea Osswald.

Es ist natürlich viel mehr in Bewegung – aber mehr wird noch nicht verraten.


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