Archiv für April 2011

Einladung beim MDR 1 Radio Sachsen

2011/04/27

Heute bekam ich von der Redaktion des Dresdner Landesfunkhaus des MDR 1 Radio Sachsen eine Einladung, am 31. Mai 2011 von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr in ihrer Ratgebersendung zum Thema: „Wenn Erwachsene nicht ausreichend lesen und schreiben können“  als Fachmann auf verschiedene Fragen zum Thema: funktionaler Analphabetismus, Lese-Recht-Schreibschwäche (LRS) und Legasthenie im Erwachsenenalter einzugehen. Es wird eine sehr spannende Sendung werden, und ich freue mich über die Einladung.

Legasthenie Coaching wünscht eine schöne Osterzeit

2011/04/22

Wir wünschen allen unseren Klienten und treuen Lesern erholsame Osterfeiertage.Unser Legasthenie-Coaching-Team steht Ihnen natürlich in den Osterferien zur Verfügung.

Schöne Frühlingsgrüße aus Dresden

Lars-Michael Lehmann

Das Leben eines Legasthenikers kann auch Bund und schön sein

2011/04/22

Das Leben eines Legastheniker beschränkt sich glücklicherweise nicht nur auf das fehlerfreie Schreiben und Lesen. Schaut mal her, wie schön und Bund unser Leben ist. Man muss nur genau hinsehen!

2011/04/18

Heute habe ich eine Anfrage von einem regionalen Radiosender hier aus Dresden für eine Ratgebersendung zum Thema: „Legasthenie im Erwachsenalter“ bekommen. Wenn es grünes Licht gibt, kann ich dann eine Einladung im Mai/Juni erwarten. Sobald ich mehr weiß, gibt es an dieser Stelle mehr Infos.

Aber es gibt noch mehr Überraschungen in den kommenden Monaten bzw. bis Herbst. Mit einer befreudeten Karikaturistin planen wir besondere Projekte, wie einen Impagefilm vom Legasthenie Coaching und Material für unsere Aufklärungsarbeit. So jetzt habe ich genug aus dem Nähkästchen geplaudert.

2011/04/15

Wir haben nun schon Mitte April, die Zeit vergeht. Der Frühling hält auch hier in Dresden Einzug, man sieht es schon an den Bäumen in unserer Nachbarschaft.

Meine Arbeit wächst, die Menschen mit denen ich Arbeit sind eine gute Bereicherung. Es ist einfach schön zu sehen, wenn sie sich aufs Training einlassen. Die kommenden Wochen ist viel zu tun. Fachartikel wird es wieder im Mai geben.

Schöne Grüße, Lars-Michael Lehmann

Dyskalkulie ist eine Erbanlage

2011/04/11

Wie wir das Lesen und Schreiben sehr individuell lernen, so lernen wir auch das Rechnen sehr verschieden. Die heutige Wissenschaft geht davon aus, dass rund 6 Prozent der Schüler mit dem Rechnen Schwierigkeiten haben. Ob diese wirklich der Tatsache entspricht, kann man so nicht sagen, da nach unserer Beobachtung alle Lernprobleme, die mit dem Rechnen zu tun haben, in einen ‚Topf‘ durcheinander geworfen werden. Aus diesem Grund sind sehr viele Aussagen, die rund um dieses Thema publiziert werden, auch für die meisten Hilfesuchenden äußerst undurchsichtig.

In den letzten Jahren hat haben einige Neurowissenschaftler festgestellt, dass die Ursachen einer Dyskalkulie als in den Erbanlagen zu verstehen sind, wie es bei der Legasthenie der Fall ist. Menschen haben, wie für das Lesen und Schreiben, gewisse Hirnareale, die dafür zuständig sind. So gibt es auch Bereiche für die Verarbeitung von Rechen- und Zahlenverarbeitungsaufgaben. Jeder Mensch hat also spezialisierte Verknüpfungen im Gehirn, die für diese Bereiche zuständig sind. Darüber streiten sich allerdings Wissenschaftler verschiedener Fakultäten.
Wir sind uns sicher, dass diese nicht mit einer fehlerhaften Entwicklung im Kindesalter zu tun haben, sondern mit einer besonderen Sinnes-Wahrnehmung und Sinnes-Verarbeitung. Diese etwas andere Auffassungsgabe gehört einfach zu einem gewissen Prozentsatz zu unserer geistigen Entwicklung als Menschen, weil wir nicht mit einem Zahlensinn geboren wurden. Wir alle müssen uns das Verständnis für Zahlen, Mengen und Größen in der Schule erst einmal antrainieren.
Bei einer Dyskalkulie liegt es nicht an der Unfähigkeit, nicht rechnen zu können, sondern an der richtigen Verinnerlichung der Grundrechenarten. Diese machen den Betroffenen enorme Probleme, wenn diese keine frühe umfassende und persönliche Hilfe erhalten. Nur so entwickeln Dyskalkuliker Lernprobleme.

Heute haben dyskalkule Schüler gute Möglichkeiten, diese Anlage durch ein Training für alle Sinne auszugleichen. Kanadische Forscher wie Prof. Daniel Ansari von der Universität Werstern Ontario sprechen sich für eine frühe Förderung in der Vorschule aus. Wolfgang Schneider, Psychologe der Universität Würzburg, meint, auch, dass man schon im Kindergarten Kindern erkennen müsste, die Schwierigkeiten im Unterscheiden von Zahlen und Mengen zeigen. Diese Auffassung teilen wir auch als Institut, da sich Schwierigkeiten mit dem Zählen, mit dem Verständnis des Symbols Zahlen an sich und dem Verständnis von Mengen bereits im Kindergartenalter zeigen können.

Kinder entwickeln schon in den ersten Lebensjahren einen Sinn für kleine Mengen und können diese auch wahrnehmen. Hier spricht man von der vornumerischen Phase, in der sich bereits mögliche Schwierigkeiten bemerkbar machen können. Da sind sich viele Forscher einig.

Problematisch ist nur, wenn man die Kinder nicht differenziert diagnostiziert. Das tut die internationale und hiesige Wissenschaft nämlich bisher nur in zureichendem Maße. Die Dyskalkulie ist eine Anlage, aber andere Schwierigkeiten mit dem Rechnen können von anderen Auslösern hervorgerufen werden. Ein Mangel an Intelligenz kann auch eine Rolle spielen, sowie psychische und soziale Ursachen. Dyskalkulie als direkte Anlage beeinflusst nicht die Intelligenz des Kindes. Da man hier auch nicht differenziert, bekommen sie auch keine richtige Förderung – auch wenn sie das Prädikat Dyskalkulietheraphie trägt. Eine zielführende Hilfe kann ausschließlich bei einer strikten Differenzierung ermöglicht werden. Unsere langjährige Praxis zeigt, dass sich diese Ansätze bewährt haben.

Wir werden in nächster Zeit weiter auf diese Themen eingehen.

Dyskalkulie und Rechenschwäche?

2011/04/06

Mathematik ist für unser Leben genauso notwendig wie das Lesen und Schreiben. Es gibt aber sehr unterschiedliche Schwierigkeiten, die mit dem Erlernen der mathematischen Grundrechenarten zu tun haben können. Diese Probleme sind sehr vielfältig und werden sehr verwechselt und falsch diagnostiziert.

Zum einen gibt es die genetisch bedingte Dyskalkulie, also die Schwester der Legasthenie, die Schwierigkeiten mit dem Erlernen von mathematischen Grundfertigkeiten zu tun hat. Einige Wissenschaftler sind sich darüber einig, dass der Grund in den Erbanlagen zu finden sind. Legasthenie/Dyskalkulie kann auch in Kombination aufreten, oder auch nur in reiner Form. Sehr selten wird diese Erscheinungsform von Fachleuten erkannt, was darauf zurückzuführen sein könnte, dass es in diesem  Bereich bisher noch zu wenige praktische Erfahrungen und Forschungsergebnisse gibt, die fachübergreifend dieses Thema behandelt hätten. Das könnte der Grund dafür sein, dass die meisten Dyskalkulie-Gutachten sehr schwammig formuliert sind.

Zusätzlich gibt es, wie die erworbene Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), auch eine erworbene Rechenschwäche, die keine erbliche Grundlage hat, sondern sehr oft mit seelischen und organischen Erkrankungen zu tun haben könnte. Natürlich spielt auch das soziale Umfeld sowie die didaktische Vermittlung von Lerninhalten in der Schule eine entscheidende Rolle, in welchem Ausmaß diese „Wahrnehmungsbesonderheit“ auftritt.. Es ist zu beobachten, dass der Intelligenzquotient bei den meisten Betroffenen überdurchschnittlich hoch ist.

Die Wissenschaft tappt in diesem Thema immer noch im Dunkeln,  da sie, wie bei der ‚Legasthenie‘ auch, kaum differenziert.

In unserem Institut Legasthenie Coaching hier in Dresden erleben wir immer wieder eine bisher unentdeckte Kombinationen aus Legasthenie und Dyskalkulie bei unseren Klienten. Je  früher diese Schwierigkeiten diagnostiziert werden, desto früher kann diese auch im Rahmen  eines  umfassenden, individuell konzipierten, Trainings ausgeglichen werden.

Wir werden weiterhin regelmäßig über die Themen Legasthenie und Rechenschwäche auf unserer Webseite und über Blogs informieren.

 

 


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