Archiv für März 2011

Pressebericht im Dresdner WochenKurier: Wenn Buchstaben einfach keinen Sinn machen

2011/03/31

Wir freuen uns über den ersten exklusiven Pressebericht im Dresdner Wochenkurier von Carola Pönisch. Es ist ein sehr guter Bericht geworden, und wir bedanken uns bei der Redaktion des Wochenkuriers für diesen schönen Bericht. Man hat nur versehentlich statt ‚LRS‘, LSR im Bericht geschrieben. Zwecks besser Lesbarkeit, hier der Link zur Online-Version.


Legasthenie – Eine andere Art der Wahrnehmung

2011/03/29

Dieser Kurztrailer der Dokumentation: Legasthenie – Eine andere Art der Wahrnehmung – zeigt uns eine sehr positive Perspektive auf die Legasthenie, so wie sie auch von uns verstanden wird. Uns sind grundsätzlich die STÄRKEN legasthener Menschen wichtiger als Ihre Schwierigkeiten, die sie mit dem Lesen und Schreiben haben.  Die Schwierigkeiten können, so unsere Erfahrung im Institut,  sehr gut durch ein umfassendes Training aller Sinne ausgeglichen werden.

In diesen Film kommen Experten und Betroffene zu Wort, die schildern, was es für sie persönlich bedeutet, Legatheniker zu sein. Ähnliches erfahren wir an unserem Institut immer wieder von unseren Klienten.

Zitate von bekannten Legasthenikern:

Der bekannte amerikanische Schauspieler und Legastheniker Bill Cosby: „Die Legasthenie ist eine andere Art der Wahrnehmung und Intelligenz.“

Frank Asbeck, Vorstandvorsitzender der Solarworld AG, eines der drei größten Unternehmen für Solarstromprodukte weltweit. Er bekennt ganz selbstbewusst: „Ich bin stolz darauf, Legastheniker zu sein. Eltern kann ich nur empfehlen, offensiv mit dem Thema umzugehen. Leider schämen sich zu viele Eltern für die Legasthenie ihres Kindes. Das ist nicht nur völlig unnötig, sondern bürdet dem Kind eine zusätzliche Last auf.“

Alphafilm und Filmforum

2011/03/28

Jetzt erzähle ich Ihnen etwas von meinen Eindrücken der letzten beiden Tage. Es war sehr interessant und beeindruckend.

Am Samstag bin ich zur Filmpremiere vom »Alphafilm« – Filmprojekt nach Chemnitz gefahren. Die VHS Chemnitz hat mit diesem Film den 1. Platz des „Innovationspreises für Weiterbildung“, des Freistaates Sachsen erhalten (ich berichtete). Zuvor habe ich mir Chemnitz angesehen, denn ich konnte mich kaum noch an Chemnitz erinnern. War höchstens mal als Kind in dieser historischen interessanten Stadt.

Aber jetzt komme ich zur Premiere. Es war ein sehr beinruckendes Filmprojekt mit 6. funktionalen Analphabeten, die ihr eigene Lebenswelt dargestellt haben. Sofern sie es sie es ohne Hilfe konnten. Für mich als Fachmann war dieser wieder ein Beweis dafür, dass dieses Thema viel zu wenig differenziert wird, denn auch wie die verschiedenen Lese-Recht-Schreibschwächen, ist der funktionale Analphabetismus ein facettenreicher Bereich. Dieser Film ist auch ein sehr gutes Beispiel, welche interessanten Fähigkeiten diese Menschen haben. Unsere Aufgabe wäre es diese Menschen ,nachhaltig‘ zu integrieren. Er zeigt auch, dass es uns als Gesellschaft bisher nicht gelungen ist, differenziert zu helfen. Interessanterweise sagen auch die Kollegen aus der Wissenschaft, dass es keine richtigen Eingrenzungsverfahren und unzureichende empirische Erhebungen gibt, daher bringen diese sehr ungenaue Einordnung,  sowie in Deutschland keine vernünftigen Zahlen, wie viele Menschen davon betroffen sind, und wie weit das Spektrum der funktionalen Analphabeten geht. Es wäre eine wichtige Aufgabe der Forschung, und dass fachübergreifend.

Gestern war ich beim Filmforum der Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit gGmbH im Dresdner UFA-Palast als Referent eingeladen (ich berichtete). Wir haben uns den Film: Labyrinth der Wörter angesehen, wo es um eine sehr anschauliche Geschichte eines funktionalen Analphabeten ging. Nach dem Film Diskutierten wir über die Rolle des Germain, und habe überwiegend aufklären müssen, wie umfangreich das Thema dieser Bereiche mit den komplexen Schwierigkeiten des Lesens und Schreibens ist, und auf meine persönliche Lebensgeschichte ging ich ein, und erzählte auch über die Schwierigkeiten im Bildungssystem und über den sehr undifferenzierten Umfang in unserer Gesellschaft. Abschließend war für uns alle klar, dass wir als Gesellschaft toleranter werden müssen, um diese Menschen mit Ihren Potenzialen integrieren zu können.

Es waren zwei sehr spannende Tage für mich, sie haben meine Arbeit hier in Dresden bestärkt. Der Aufklärungsbedarf in diesen Bereich ist enorm – mehr als ich je erwartet habe.

Was ist der Unterschied zwischen: Legastheniker und Analphabet?

2011/03/23

Legastheniker haben im eigentlichen Sinne von Natur aus nichts mit Analphabetismus zu tun. In unserer westlichen Welt gibt es nach unserem Verständnis keine wirklichen Analphabeten mehr, da wir durch unser Bildungssystem seit dem 20. Jahrhundert bis heute einen fast 100-prozentigen Alphabetisierungsgrad haben. Es gibt lediglich so genannte funktionale Analphabeten, die es in der Schule das Lesen und Schreiben erlernt haben – und offensichtlich wieder aus unerklärlichen Gründen wieder „verlernt“ haben. Die Ursachen für dieses Phänomen sind kaum zu erklären und scheinen, so unsere Erkenntnis, gesellschaftlich begründete Ursachen zu haben.

Dennoch haben Sie es aus unterschiedlichsten Hintergründen verlernt – ob aus sozialen Hintergründen oder Erkennung usw. – Ursachen sind jedenfalls sehr komplex. Eine sehr große Rolle spielen soziale Hintergründe, in unserer Gesellschaft.
Legastheniker haben nur von Natur aus eine besondere Art der Wahrnehmung – und dadurch einen speziellen Zugang zum Lesen und Schreiben. Sie können sich, und können, wenn sofern sie keine persönliche Förderung erhalten, sich zum funktionalen Analphabeten entwickeln. Menschen mit verschiedenen erworbenen Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben, die man nur mitunter dem Begriff Lese-Recht-Schreibeschwäche zusammenfasst, gehören genau genommen auch zu dieser Gruppe des funktionalen Analphabetismus, wenn sie bis in Erwachsenenalter es nicht geschafft haben, ihre Schwierigkeiten zu kompensieren bzw. zu überwinden.

Wenn man diese Zusammenhänge versteht, muss man unbedingt differenzieren, dass Legastheniker sind nicht automatisch funktionale Analphabeten sind – wie auch umgekehrt, dass nicht jeder funktionale Analphabet ein Legastheniker sein muss.

Die Gefahr, dass unentdeckte Legastheniker sich aufgrund ihrer unzureichenden Förderung zum funktionalen Analphabeten entwickeln, ist auch heute in Deutschland keine Seltenheit. Derzeit liegen uns dazu keine differenzierten Untersuchungen und Zahlen vor, um dies zu valide belegen zu belegen.

Da immer wieder diese Fragen aufkommen, wollten wir hier das Thema aufgreifen, dass Legasthenie und Analphabetismus, nicht dasselbe sind. Weil Legasthenie nicht mit Unvermögen zu tun hat, sondern mit einer individuellen Anlage des Menschen. Der allgemeinde Analphabetismus ist eine pauschale Zusammenfassung, die mit sehr vielen Ursachen – nicht nur die nicht mit dem Nichtlesen-Können bzw. dem , oder Nichtschreiben-Können zusammenhängen. Nur Wirklichen Analphabetismus kann man lediglich in Kulturgreisen finden, in denen aufgrund geringerergeringe Bildungschancen bestehen, da kann man wirklichen Analphabetismus vorfinden. So sehen wir die Zusammenhänge. Es gibt aber viele unterschiedliche Sichtweisen zum Thema: Analphabetismus. Wir können nur aus unserer praktischen Arbeit diese Zusammenhänge so sehen.

BVL-Experten: Kritisieren zurecht unqualifizierte Lerntherapeuten

2011/03/21

Am letzten Wochenende fand in Erfurt die letzte BVL-Tagung statt, auf der BVL-Experten zurecht den „Wildwuchs“ bei außerschulischen Angeboten für Kinder mit einer Lese- Rechtschreibschwäche oder Dyskalkulie kritisierten. Die Angebote seinen zumeist für die betroffenen Eltern äußerst undurchsichtig, hieß es in der Pressemitteilung des BVL.
Unter dem wohlklingenden Namen eines Lerntherapeuten sowie vielen ähnlichen LRS-Therapeuten verbirgt sich meist ein Art Nachhilfe, da viele Anbieter keine entsprechende Qualifikation haben. Berufsbezeichnungen wie Lerntherapeut oder , LRS-Therapeut sind nach wie vor keine geschützten Berufsbezeichnungen. Das scheint auch der Grund dafür zu sein, dass der Markt sehr viel „Wildwuchs“ hervorbringt. Wir, das Legasthenie-Coaching-Team hier in Dresden, können diese Beobachtung sehr wohl bestätigen. Seit vielen Jahren ist die Situation im gesamten Bundesgebiet ähnlich gestaltet. Die Ursachen sind komplex, mitunter weil es nach wie vor an der wissenschaftlichen Auseinandersetzung und Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete der Legasthenieforschung fehlt. An dieser Stelle erlaube ich mir anzumerken, dass der Selbsthilfeverband BVL e.V. an sich lediglich die die pauschale Diskrepanzdefinition der WHO ICD-10 vertritt, in der das Thema „Lese-Rechtschreibstörungen“ in einen Topf geworfen wird. Aus unserer Sicht war diese langjährige Betrachtungsweise mitunter förderlich für den angeprangerten Wildwuchs des Nachhilfemarktes in diesem Bereich.

BVL kritisiert fachliche Defizite der Pädagogen im öffentlichen Bildungssystem

Seit vielen Jahren kritisiert der Selbsthilfeverband die fachlichen Defizite an den Schulen bzw. der Pädagogen. Er geht davon aus, dass Pädagogen im Rahmen des Studiums mit der Thematik besser vertraut gemacht werden müssten, um individuelle Förderpläne für die Schüler umzusetzen. Sicherlich liegt es auch am Lehramtsstudium, wobei das nicht nur das größte Problem ist, das wir haben. Es liegt vielmehr an einer differenzierten gesellschaftlichen Aufklärung über die verschiedenen bzgl. der Verschiedenartigkeit der Lese- Rechtschreibschwierigkeiten und Rechenschwierigkeiten an sich. Dafür ist es schon reichlich spät. Unser derzeitiges Bildungssystem wird es schwer haben, sich gezielt auf die Bedürfnisse legasthener und dyskalkuler Schüler einzustellen. Wir sehen die Gefahr, dass das öffentliche Bildungssystem immer mehr das Vertrauen der Bevölkerung verliert. Daher wird sich auch die Chancengleichheit der sozial Schwächeren in den kommenden Jahren noch mehr verschärfen als in den letzten Jahrzehnten zu beobachten war. Die Entwicklung könnte wie in den USA fortschreiten. Gut Situierte werden sich gute Bildung und das Fördern ihrer Kinder leisten können, um ihre beruflichen Chancen verbessern zu können. Sozial Schwächere sind gezwungen, und werden weiter gezwungen sein, sich auf das öffentliche Bildungssystem zu verlassen, das dringende Reformen verpasst hat. Indizien, dass leistungsschwächere Schüler kaum mehr einen Anschluss finden, erleben wir tagtäglich in unserer praktischen Arbeit. Es ist dringender Handlungsbedarf, um die Schieflagen unserer Gesellschaft auszumerzen, damit nicht noch mehr leistungsschwächere Schüler auf der Strecke bleiben.

BVL-Experten raten zur Einzelförderung

Die Notwendigkeit der Einzelförderung sieht ein Großteil der Experten auch anderer Fachgebiete der Legasthenieforschung genau so wie wir.

Denn jeder betroffene Schüler, jeder betroffene Jugendliche und jeder betroffene Erwachsene benötigt individuelle und umfassende Förderung. Die Schwierigkeiten mit den Lesen und Schreiben sind sehr komplexer Natur und können in LRS-Gruppenförderungen auf der Basis von „Nachhilfe“ nicht in den Griff bekommen werden. Wichtig ist auch die wissenschaftliche Begleitung der Einzelförderung. Auch BVL-Therapeuten reichen für eine umfassende Förderung nicht aus. Daher sollten Eltern immer auf einen persönlichen und umfassenden Ansatz achten, wenn es darum geht, die Schwierigkeiten künftig in den Griff zu bekommen.

Software-Tipp: Office Professional 2011, die Computer Bild – Version.

2011/03/17

Wir sind immer auf der Suche nach neuen Hilfsmitteln am PC. Warum sollte man immer teure Bürosoftware von Microsoft Word kaufen; wenn es gute Alternativen gibt.

Die letzten Jahre kannte man Office Professional als OpenOffice. In der neuen Version die, die neue Computer Bild in der (Ausgabe 7/11) auf DVD mitgeliefert hat, gibt es nicht nur dieses komplette Paket dazu sondern, es ist auch der einfache Duden Korrektor v5 und das E-Mail-Programm-Thunderbird CEB der der kostenfreien Mozilla-Firefox-Familie mit dem Terminplaner (Lightning) mit integriertem Add-on dabei.

Optisch hat sich seit den letzten Jahren nicht viel verändert. Beim Starten des Programmes wirkt es schon etwas gestylter. Von der Leistung her kann jedenfalls das neue Office Professional 2011 mithalten. Man kann Schreiben wie in MS-Word mit den WRITER, Tabellen erstellen mit CAL, Präsentationen mit IMPRESS, Grafiken zeichnen mit DRAW, Datenbanken verwalten mit BASE, mit Formeln Rechnen mit MATH – es gibt auch für den anspruchsvollen Computeruser viele Möglichkeiten um, den Arbeitsalltag zu bewältigen. Der integrierte Duden Korrektor funktioniert reibungslos.

Der geschriebene Text ist eine kleine Kostprobe. Besonders wenn man andere Tools als Hilfsmittel integrieren will, ist Office 2011 die bessere Wahl als MS-Word. Office läuft schneller, und die Sprachverarbeitung mit Dragon NaturallySpeaking somit auch. Auch ClaroRead (Schreib- und Lesesoftware für Legastheniker) kann man sehr gut integrieren, sie laufen auch, um einiges schneller.

Die älteren Versionen von OpenOffice waren, in puncto Kompatibilität mit Word-Dokumenten nicht optimal. Weil es sehr oft die Dokumente nicht richtig geöffnet hat. In der jetzigen Version kann man die Dokumente sehr gut öffnen, und die Dokumente kann man weiterverarbeiten.

Wer Lust hat, kann sich den Duden Korrektor 7.0 PLUS dazukaufen, und hat so ein professionelles Hilfsmittel für seine Rechtschreibkorrekturen.

Ein Umstieg lohnt sich jedenfalls ab dieser neuen Version – tschüss, Microsoft Word.

Einlagung zum FILMFORUM: „Das Labyrinth der Wörter“

2011/03/16

Am 27.03.11, 17.00 Uhr veranstaltet die Akademie für Palliativmedzin & Hospitzarbeit Dresden gGmbH eine Filmveranstaltung im Dresdener UFA-Palast.

Zu dieser Veranstaltung wurde Lars-Michael Lehmann als Referent eingeladen. Die APHD gGmbH zeigt den erst kürzlich von ihm besprochenen Roman in Form eines verfilmten Dramas: „Das Labyrinth der Wörter“ mit bekannten französischen Schauspielern in folgenden Hauptrollen: Gèrard Depardieu als ‚Germain‘ sowie Gisèle Casadesus als die alte Dame ‚Margueitte‘.

Die Moderation leitet die Akademiedirektorin Frau Dr. phil. Ingrid-Ulrike Grom, M.A.HC. Herr Lehmann wird in dieser Gesprächsrunde sowohl über das Thema: „Analphabetismus“ an sich als auch auf die immer weiter verbreiteten Erscheinungsformen wie ‚LRS‘ und ‚Legasthenie‘ eingehen. Darüber hinaus wird Herr Lehmann – als Legasthenieexperte (aufgrund seiner eigenen legasthenischen Veranlagung) – in dieser Gesprächsrunde die gesellschaftlichen Probleme eines Legasthenikers in Bezug auf Bildungssystem und Arbeitswelt näher beleuchten und Wege aufzeigen, wie sinnvolle Förderung- und Präventionsarbeit zielführend betrieben werden kann.

Wir freuen uns am auf eine spannende Diskussionsrunde und laden Sie zur Filmvorführung in den Dresdener UFA-Palast am 27.3.2011 um 17.00 ein.

Eintritt: 4,50 €
Karten können, Sie hier online erwerben.

Informationen über den Veranstalter:
http://www.palliativakademie-dresden.de

Filmpremiere des Projektes: Alphafilm – ‘leben schreiben’

2011/03/15

Die Chemnitzer Volkshochschule präsentiert ihren ausgezeichneten Alpafilm -  ‘leben schreiben’ im Chemnitzer Schauspielhaus am 26.11.2011, 19:00 Uhr. Ein Filmprojekt,  was vom einheimischen Kultusministerium mit dem ‘Sächsischen Innovationspreis Weiterbildung’ (1. Preis) ausgezeichnet wurde.

Eine Dokumentation mit 6 produzierten Kurzfilmen unterschiedlicher Menschen, die Schwierigkeiten mit dem lesen und schreiben haben – so genannte funktionale Analphabeten. Das Besondere an diesem Projekt ist:  sie stellen sich selbst vor. Mit der Drehbuchautoren und Dramaturgin Kathrin Lehnert und Regisseurin Ines Maria Müller haben sie gemeinsam jeweils ihre eigenen Geschichten als Kurzfilme in Szene gesetzt. Sind auf Spurensuche ihres Lebens gegangen, erzählen von persönlichen Schwierigkeiten und farbenreichen, komplexen Lebenswelten.

Herr R. ist einer der Protagonisten, der große Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben hat. Er zählt zu dem sogenannten Personenkreis funktionaler Analphabeten. Zur DDR-Zeit war er auf Sonderschule, absolvierte auch keinen richtigen Schulabschluss. Obwohl, er ersichtlich von der Intelligenz für die Außenwelt einen normalen Eindruck macht. Denn er hat vielschichtige Interessen – sein Traum war immer Geschichte zu studieren, oder Archäologe zu werden. Diese schönen Ziele konnte er aber mit seinen Schwierigkeiten nicht erreichen. Zusätzlich spielte auch sein familiäres Umfeld eine Rolle, was ihm wenig Ermutigung und Wertschätzung brachte. Herr R. war lange auf der Suche nach sich selbst. Man ordnete ihm eben als funktionalen Analphabeten ein, und schickte ihm zum Alphabetisierungskurs. Im Rahmen des Filmprojektes war er auf der Suche nach seinen Schwierigkeiten. R., gehört zwar zu den funktionalen Analphabeten, ist aber, ein unerkannter Legastheniker der nie wirkliche Förderung erhalten hat. Sein erleben, seine Fragen: rund ums leben. Es ist keine untypische Lebensgeschichte eines erwachsenen unendeckten Legasthenikers. Mit bald 60 Jahren ist es für ihn sehr schwer sich an die Diagnose ‘Legasthenie’ zu gewöhnen.

Im Rahmen dieses Kurzfilmes von Herrn R., stand der Institutgründer von Legasthenie Coaching aus Dresden, Lars-Michael Lehmann als Experte zur Verfügung. Er wird auch bei der Filmpremiere in Chemitzer Schauspielhaus sein.

Und weiter geht’s

2011/03/15

Heute gibt es wieder einmal einen kurzen Kommentar von mir. Während der nächsten Wochen werde ich sicherlich kaum Zeit finden, mich an Sie per Blog zu wenden.

Von Monat zu Monat füllt sich mein Terminkalender. Mein Aufgabengebiet als Legasthenie-Coach ist sehr umfangreich und vielfältig. Ich bemerke Tag für Tag, dass über das hochkomplexe Thema „genetisch bedingte Legasthenie“ und „erworbene Lese-Rechtschreibschwäche (LRS)“, kaum differenziertes Wissen hier bei uns in Dresden vorhanden ist. Wer könnte wohl auch diese Thematik verstehen, wenn er sie nicht selber durchhat! Theorie und Praxis – eine Welt für sich. Es gilt, beides in Einklang zu bringen, und fächerübergreifend das Thema von allen Seiten zu beleuchten.

Morgen wird es einen Pressetermin mit einer Dresdner Zeitung geben, und Ende des Monats folge ich gerne den 2. Einladungen eine zur Filmpremiere des Alphafilms: ‘leben lesen’ ein Filmprojekt der Volkshochschule Chemitz. Bei diesen Porjekt war ich als Experte eines Prodagonisten mit beteilligt. Der nächste Termin ist die Akademie für Pailliativmedizin und Hospizarbeit Dresden gGmbH. Dort werde ich mich als Referent bei einem Filmforum nach der Filmvorführung „Das Labyrinth der Wörter“ mit allen Beteiligten rund um das Thema Analphabetismus, wo ich sicherlich auf die Artverwandten Themen ‘LRS’ und ‘Legasthenie’ eingehen werde. Weitere Informationen  erhalten Sie, in den kommenden Tagen als Bekanntgabe auf meinem Blog.

Bis zum nächsten Kommentar!

Lars-Michael Lehmann’

Aus legasthenieistkeinschande.wordpress.com wird legastheniecoaching.com

2011/03/14

Heute  Abend gibt es noch eine kleine Kurzmeldung. Wie bestimmt einige Besucher es bemerkt werden haben, habe ich den etwas langen Domain-Namen meines Word-Press-Accounts geändert.

Aus „legasthenieistkeineschande.wordpress.com“ wurde „legastheniecoaching.com“.

Die Beiträge der letzten drei Jahre sind nun alle hier an dieser Stelle für meine Leser verfügbar. Damals war mir nicht bewusst, wie sich meine Berichterstattung über das komplexe Thema Legasthenie entwickeln wird. Deswegen wählte ich diesen langen Account-Namen, der zwar genau das ausdrückt, was ich über Legasthenie denke, den jedoch kaum ein Mensch richtig niederschreiben kann – geschweige denn im Gedächtnis behalten kann.

Mir war wichtig, dieses schöne Gesamtwerk am Leben zu erhalten – und aus diesem Gedanken entwickelte sich diese erdumspannende Domain. Darüber hinaus konnte ich durch die Wahl des neuen Namens vermeiden, dass es zu Verwechslungen mit anderen Seiten kommt.

Nun noch einmal zum Mitschreiben: „legastheniecoaching.com“ ist der neue Word-Press-Account, über den ich meine Blogs öffentlich mache.

Ich freue mich auf einen Besuch auf der Webseite meines Instituts hier in Dresden: www.legasthenie-coaching.de.

Mein Dank gilt allen treuen Lesern, Kollegen und Begleitern.


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