Archiv für Dezember 2010

Weihnachtsgebäck: Dinkel-Vollkorn – Plätzchen

2010/12/16

Für ausklingende Jahr haben wir heute mit einer Klientin schöne Weihnachtsplätzchen gebacken. Und man kann auch einiges dazulernen. Denn wir lernen ja in der Praxis, da unser Ansatz ja umfassend ist.

Da kann man gleich etwas für das Mengenverständnis und Zeitverständnis tun, mit den dyskalkule Kinder immer wieder zu kämpfen haben.  Aber es schult auch die Geschicklichkeit.

Darum werden haben wir ein sehr einfaches Rezept aus Mürbeteig und hochwertigen Zutaten zusammengestellt.

Zutaten für ein Backblech mit ca. 30 Stück:

250 g Mehr, Dinkel-Vollkornmehl (Neuform aus dem Reformhaus)

100 g kalte Butter (ganz normale Butter reicht!)

50 g Rohrzucker (sollte hochwertiger sein!)

75 g geröstete und gemahlene Mandelkerne (  von Davert)

1 ganzes Ei

½ Teelöffel Zimt

1 Prise Muskat

½ Teelöffel Backpulver

Zum Bestreichen:

Kann man 1 Eigelb oder Kondensmilch verwenden

Aus diesen Zutaten können Sie nun den Mürbeteig zubereiten. Dieser Teig wir dann für 1 Stunden zum Ruhen gestellt. Danach wird dann der Teig ausgerollt, und es können Formen gestochen werden. Für das Backblech wird dann Backpapier ausgelegt. Die leckeren Plätzchen können bei 180° – 200° ca. 12-15 Minuten backen.

Buchbesprechung: Verstehen, Beobachten und gezielt Fördern von LRS-Schülern

2010/12/15

Dieser Leitfaden von Klaus Kleinmann ist ein Leitfaden für die Praxis von Einzelförderung, LRS-Kleingruppenarbeit und Prävention im differenzierten Erstlese- und Schreibunterricht. Mir liegt die 5., aktualisierte Auflage von 2006 vor.

Der Inhalt dieses Sachbuches ist sehr umfangreich und gut gegliedert. Es wird sehr tiefgründig auf die verschiedenen Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben eingegangen. Auch auf die wichtige Verhaltensbeoachtung sowie der Anamnese von Lese- Recht-Schwierigkeiten wird eingegangen, sowie auf Beobachtungsverfahren die auf möglichen Symptome eingehen. Dann geht der Autor auf das Funktionstraining nach Förderplan ein, sowie auf Lese- und Schreibtraining ein.

Dieses Sachbuch ist ein interessanter Überblick über die verschiedenen Zusammenhänge. Was sehr bedenklich ist, ist die Orientierung an der Diskrepanzdefinition der ICD-10. Da dieses Buch sich leider an diesen Maßstäben orientiert kann man es nicht als Leitfaden für eine umfassende und effektive Förderung für Schüler mit verschiedenen Lese-Recht-Schreibschwierigkeiten verstehen.

Zu vermissen ist ein differenzierte Herangehensweise die, die verschiedenen Schwierigkeiten wie LRS (erworben) und Legasthenie (vererbt) betrachtet. Dieses zeigt eindeutig die sehr undifferenzierte Weise auf, wie man eben Kindern mit Legasthenie oder LRS zu helfen versucht, was meistens in der Praxis den Betroffenen weder noch eine richtige Diagnose, noch eine umfassende Förderung ermöglicht, um erfolgreich die Schule zu meistern.

Dieser Leitfaden ist für die umfassende und effektive Förderung weniger geeignet, außerdem fehlt eine interdisziplinäre Sichtweise. Leider wird viel zu sehr von Schwächen und Defiziten gesprochen, was für eine hilfreiche und differenzierte Förderung eher hinderlich ist.

Wer interesse an diesen Leitfaden hat, kann diesem beim verlag modernes lernen Borgmann GmbH & Co. KG erwerben.

Wege durch den Dschungel der englischen Rechtschreibung

2010/12/06

Um die englische Sprache zu erlernen benötigen Schüler mit Legasthenie oder erworbenen Lese-Rechtschreibschwächen einen systematischen und umfassenden Zugang, um auch erfolge einer Sprache wie Englisch zu erlangen.

Der Verlag Lernspielkiste hat vor kurzem einen sehr praktischen Vorkabelordner für Schüler mit LRS / Legasthenie herausgebracht.

Diese spezielle Lernhilfe entwickelte die Diplomierte Legasthenietrainerin Ute Kopanitsak aus Gersheim in Hessen. Für Legastheniker hat die englische Sprache besondere Tücken, denn es werden viele Wörter so nicht geschrieben wie man sie hört oder spricht.

Darauf hat Frau Kopanitsak aufgebaut, um den Dschungel der Englischen Rechtschreibung zu erleichtern.

Es gibt 5-farbene Schubladen die in folgende Bereiche unterteilt sind:

  • Konsonanten (Mitlaute)
  • Vokale (Selbstlaute)
  • Diphthonge (Zwielaute)
  • Rechtschreibung

Adjektive und Nomen mit bestimmten Endungen

Doppelkonsonanten

Pluralbildung usw.

  • Grammatikthemen die immer wieder Schwierigkeiten bereiten.

So eine Arbeitshilfe zum systematischen Lernen von Englisch-Vokabeln kann man sehr gut in das umfassende Lerntraining einbauen. Anzumerken ist, dass diese Hilfe auch für das eigene Training des Schülers sehr nützlich sein kann. Dennoch muss es in das individuelle Legasthenietraining integriert werden.

Auch das sprachen Lernen kann nicht nur mit einen anderem Vokalheft erlernt werden, besonders wenn es um Legasthenie sich handelt benötigen Betroffene einen viel umfassenderen Weg eine Sprache zu erlernen.

Es ist jedenfalls bisher die einzigste brauchbare und systematische Arbeitshilfe für das erlernen der englischen Rechtschreibung, die auf dem jetztigen Markt gibt.

Der ganze Hefter ist sehr gut und übersichtlich Aufgebaut, die farbliche Unterteilung ist für das lernen allgemein sehr praktisch und wirkt sich auch auf das lernen besser aus.

45.- Euro für diesen Lernordner ist ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn Sie Interesses an diesem Ordner haben dann klicken Sie bitte hier.

Leagasthene Hochbeagbte brauchen ein umfassendes und flexibles Lernumfeld

2010/12/04

In meiner praktischen Arbeiten werde ich immer wieder bestätigt das Hochbegabte genauso wenig in Bildungssystem, Gesellschaft intrigiert werden können, wie welche mit Handicap. Unser Bildungssystem ist keines Wegs so umfassend das man flexibel diese Integrieren könnte. Besonders beobachte ich immer wieder wenn es legasthene Hochbegabte betrifft, sie scheitern meisten auch an den Begabtenschulen da man nicht auf diese anderen Lernbedürfnisse eingehen kann. Hochbegabt zu sein, heißt ja auch nicht ein perfekter Mensch zu sein. Sondern wir haben auch unsere Schwierigkeiten, kommen dann die Kombinationen aus Legasthenie/Dyskalkulie hinzu kommt das gesellschaftliche Tabu.

Weil in den Köpfen der Familien, Pädagogen, Arbeitgeber diese sogenannten Defizite nicht zueinander passen können. Dieses Denken unterliegt aber einen Ammenmächechen, vom perfekten Genie was alles kann. Nicht wenige sehr begabte Menschen haben auch Ihre Schwächen, dies zeigt uns immer wieder die Geschichten der Genie-haften Persönlichkeiten. Unser Gehirn kann „Defizite“ überbrücken, oder auch ausgleichen.

So zeigt es uns immer wieder die Neurowissenschaft. Leider ist dieser Blick noch nicht im Bereich der Pädagogik angekommen, so könnte man vielleicht ein Gehirn freundliches lernen schon in der Frühförderung und Grundschule etablieren. Dieses lernen ist noch nicht einmal so neu, sondern die Reformpädagogin Maria Montessorie hatte diese Ansätze schon sehr früh erkannt. Diese werden auch teilweise von den Experten gestützt. Vom Grundsatz her den Menschen umfassend lernen zu lassen, hatte Montessorie die richtige Erkenntnis. Legasthene Hochbegabte brauchen ein sehr flexibles Lernumfeld, dann können diese sich auch zur Gänze entwickeln.

Legasthene Potenziale bereichern Unternehmen

2010/12/02

Gestern habe ich wieder mal einen unentdeckten Legastheniker kennengelernt. Dieser ist Architekt und wurde ganz neugierig, und wollte viel über das Thema Legasthenie wissen. Man muss dazu sagen, es gibt nicht wenige aus seiner Zunft die legasthen sind.

Das Lesen im Leben hat ihn bisher weniger interessiert, konnte sich aber sehr gut immer Artikulieren.  Sein Studium zum Architekten fiel ihm nicht schwer, weil es eher allgemein von alles etwas war. Bloß schreiben konnte er halbwegs, lesen war immer eine Qual um sich um Zeile für Zeile durch den Text zu arbeiten. Bis heute versteht er den Inhalt des gelesenen nicht.

Er ist selber als Bauplaner tätig, und hat einen Kompagnon der sehr ähnliche Symptome hat. Wie mir er es geschildert hat. Im Sozialverhalten macht sich das legasthensein auch in der Arbeitswelt bemerkbar, da wir auch in diesem Bereich anders ticken. Da stehen Personaler regelrecht vor großen Herausforderungen. Legasthene sind nicht nur im Lesen, Schreiben anders, sondern auch im Verhalten, Gefühlswelt, Wahrnehmung der Umwelt, dem Denken und Handeln.

Das Gegenüber versteht es aber zumeist nicht, und es kommt zu Konfrontationen. Meistens aus Unwissenheit. Immer wieder gibt es legasthene Führungskräfte, wenn sie das Unternehmen selber aufbauen mag es in der Regel funktionieren. Denn diese werden ein passendes Team aufgrund ihrer Erfahrungen aufbauen können. Kommt aber eine legasthene Führungskraft oder Mitarbeiter in ein neues Unternehmen und muss die Leitung oder andere Aufgaben übernehmen, kann es sehr herauszufordernd werden.

Legastheniker denken in Windeseile, kombinieren Komplexe Zusammenhänge, wo andere nicht-legasthene verzweifeln könnten. Dann haben viele eine andere Management von Zeit, Arbeitsstreukuren, diese ist meistens chaotisch, für die uns nicht verstehen. Das passt meistens nicht in die lineare strukturierte Arbeitswelt der anderen.

Für diese Klientel benötigen Personaler viel Wissen wie sie diese Mitarbeiter im Unternehmen positionieren können. Kann man diese gut Integrieren wird man eine gute Bereicherung im Unternehmen haben. Legasthene können nicht selten Arbeitsprozesse optimieren, oder die Innovationskraft eines Unternehmens steigern. Das liegt an unserer anderen Wahrnehmung die in diesem Fall sicherlich keine „Schwäche“ ist sondern zur Stärke wird. Wenn man also diese speziellen Fähigkeiten ins Unternehmen integeren kann, wird ein Unternehmen eine Bereicherung in vielen Feldern erfahren.

Im Bereich Personalentwicklung wäre es sehr gut darüber Bescheid zu wissen, wie man die Potenziale legasthener Mitarbeiter optimal einsetzen kann.

Bildquelle: Lars-Michael Lehmann


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