Dieses Bild verdeutlicht, die offene Wahrnehmung eines legasthenen Menschen.
Dieses Bild zeigt die „latent gehemmte Wahrnehmung“, nicht-legasthener Menschen und mit LRS.
Mehr und mehr verstehe ich die Zusammenhänge unserer unterschiedlichen Wahrnehmungswelten. Zum einen gibt es eine abgeschirmte „latent gehemmte Wahrnehmung“ und zum anderen eine sehr „offene“ Wahrnehmungswelt. Aus dem „nicht-legasthenen“ bzw. aus dem latent gehemmten Wahrnehmungsblickwinkel, werden wir als gestörte empfunden.
Wir empfinden aber die so genannte „latent gehemmte Welt“, die vielschichtig ihre Wahrnehmung auf Fakten und Logik abgeschirmt haben als unbeweglich und unkreativ. Darum gibt es aufgrund unserer anderen Wahrnehmung immer wieder Diskrepanzen. Wir können nicht abgeschirmt denken, weil unserer Wahrnehmung 360° offen ist, die andere der latent gehemmten ist in der Wahrnehmung aufs Minimum reduziert. Diese beiden Welten können sich nicht verstehen, da diese Different sind.
Sicherlich gibt es sehr viele verschiedene Facetten dieser unterschiedlichen grob definierten Wahrnehmungsmuster. Auch in der Wissenschaft ist bis heute bekannt dass viele von uns mehr mit der rechten Gehirnhälfte denken, diese ist für das emotionale, kreative, und alle umfassende ganzheitliche Denken zuständig, bringt und aber Schwierigkeiten in der sprachlichen Verarbeitungder Sinne wenn es um Symbole, Buchstaben oder Zahlen geht. Diese liegen nicht an organischen Krankheiten, sondern an unser normalen veranlagten Wahrnehmungsfunktionen. Die linke Gehirnhälfte, die maßgeblich von den so genannten „latent gehemmte Wahrnehmung“ benutzt wird, ist für Logik, Sprache, und selektiven Denken zuständig. Diese kann auch gedankliche Prozesse gezielter Lenken und Differenzieren.
Umso mehr ich mich mit dem Thema Legasthenie beschäftigte, fällt es mir auch auf das diese Menschen wirklich von ihrer Wahrnehmung anders beschaffen sind – deswegen aber nicht gestört sind sondern eine andere Form der Wahrnehmung und Intelligenz besitzen. Nur in unseren alphabetisierten Kultur werden wir als Störung empfunden. Was wäre aber wenn wir die Masse dieser Gesellschaft wären? Vielleicht würden wir dann die Leute die mit einer „latenten Hemmung“ ausgestatteten, als gestörte empfinden. Weil sie auch nicht in unsere Normung passen würden.
Umso mehr ich mich mit der wissenschaftlichen Literatur beschäftigte, muss sich ich wissen dass diese immer von so genannten „latent gehemmten“ Wahrnehmung verstanden und interpretiert wurde. Daher wird für mich vieles in ganz anderen Zusammenhängen viel klarer und deutlicher, denn die wissenschaftlichen Zusammenhängen brauchen unsere Wahrnehmung, um diese richtig zu interpredieren.
Denn die latent gehemmte Wahrnehmung, kann eigentlich nicht so recht differenzieren. Sie denkt nur die „Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Körbchen“, wie eben ein Computerprogramm. Genau darum braucht es für dieses Thema unserer Wahrnehmung. Deswegen braucht es uns Legastheniker, noch viele Wissenschaftler und Forscher. Nur wir, können uns selber verstehen! Denn ein Blinder, kann uns auch nicht die Farben erklären. Da braucht es auch einen der in dieser bunten Welt voller Farben lebt.
Neulich ging durch die Dresdner Neustadt, und blieb vor einem Ladenfenster stehen. Die eine Perspektive, nur durch einen Rahmen sehen konnte. Dieser soll für die latente gehemmte Wahrnehmung stehen. Dann der Blick mit mehreren Rahmen, mit vielen Denkmustern und Perspektiven, so kann man sich vielleicht in abstrakter Form unser Denken vorstellen. Sollte man so eine interessante und vielschichtige Form des Denkens und Wahrnehmens, wirklich als „Störung“ empfinden?
Man kann aber nicht sagen welche Form der Wahrnehmung nun besser ist, für die Industrie oder Fließbandarbeit ist eine „latente Hemmung“ bestimmt von Vorteil. Für Kreativität, Sozialarbeit, Erfindung und Forschung ist unsere „offene Wahrnehmung“ eine unwahrscheinliche Bereicherung. Genau diese Perspektive benötigen wir für die ganzheitliche Integration, dieser Menschen in unserer Gesellschaft. Darum ist eine Differenzierung von erworbenen Schwierigkeiten LRS und veranlagten Legasthenie unumgänglich. Denn Menschen mit erworbenen Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben, besitzen seltener so eine offene Wahrnehmung, als Menschen mit einer Veranlagung „Legasthenie“. Dies hängt eindeutig an der ungleichmäßigen Zusammenarbeit unserer Sinneswahrnehmung, es ist meine hypothetische Annahme, dass es sich so verhält. Es ist eben ein weiterer Aspekt der uns differenzieren lassen muss. Dieses Thema wird auch in meinen neuen Buch betrachtet.
2. Überarbeitung, am 26-10-2010 um 21.45 Uhr
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