Archiv für Mai 2009

1. deutsch-norwegische Legasthenietagung: Erfrischend anders! – an der Norwegischen Botschaft in Berlin

2009/05/14

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Die Fachtagung an der Norwegischen Botschaft am 12.05. war wirklich eine rundum gelunge Veranstaltung, rund 120 Lehrer und Lehrerinnen aus Berlin kam zu dieser deutsch-norwegischen Fachtagung, und Informierten sich über die anderen Ansätze in Punkto Legasthenie wie man diese in Norwegen umsetzt.

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Zuerst begrüßte der Norwegische Botschafter Sven Erik Svedman mit einem Grußwort zu Tagung. Dieser stellte ganz klar heraus wie wichtig es ist Menschen mit Legasthenie in unserer Gesellschaft zu integrieren.


Prof. Dr. Ragnar Thygesen berichte aus der Sicht der Wissenschaft die Förderung und Diagnostik von Legastheniker in Norwegen. Und bestätigte auch mein Verständnis der Legasthenie – Theorie auf die ich noch genauer eingehen werde.

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Anschließend berichtete Prof. Dr. Torben Nordgard über den erfolgreichen Einsatz technischer Hilfsmittel für Schüler und deren praktische Wirksamkeit. Prof. Dr. Nordgard ist der Erfinder von LingDys und LingCheck, und Geschäftsführer von LingIT aus dem norwegischen Trondheim.

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Jonas Olsen ein 16 jähriger Schüler, sprach ganz praktisch aus seinem Leben wie gut es sich mit dem sehr praktischen Ansatz der Legasthenie in Norwegen lebt. Er präsentierte die norwegische Software LingDys die es auf dem deutschen Markt als LingCheck gibt. Technische Hilfsmittel darf er in Norwegen generell in der Schule nutzen, daher ist er auch nicht mehr gezwungen auf Papier zu schreiben sondern darf immer sein Notebook nutzen, zu schreiben generell zusätzlich nutze der auch einen Lesestift der Ihn Texte aus Bücher einscannt, und Tool die ihn Texte in das Mp3-Format umwandeln um so vielleicht in der Freizeit seinen Lernstoff anhören und einprägen kann. Aus seiner Erfahrung heraus hat er gute Fortschritte machen können. Mit gesundem Selbstbewusstsein engagiert er sich im norwegischen Legasthenieverband, macht anderen Betroffenen Mut. Künftig will er einmal Medizin studieren. Jonas zeigte sehr lebendig den praktischen und pädagogischen Ansatz, der sehr genau eine wirklich richtige und gute lebensbejahende Integration legasthener Menschen in der Praxis aufzeigt.

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Nach einer kurzen Kaffeepause stellte die Legasthenikerin und Sonderpädagogin Lillian Andersson Dale über den norwegischen Nachteilsausgleich dar. Wie sie Ihn im norwegischen Schulalltag erlebt und umsetzten kann. Sie gab den anwesenden Pädagogen sehr anschauliche Tipps und Impulse wie man in Norwegen legasthene Menschen in das Bildungssystem integriert.

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Zum Abschluss referierte die Juristin Gabriele Marwege über die rechte legasthener Schüler in Deutschland, und stelle sehr anschaulich und praktisch die Sachlage gegenüber dem norwegischen Verständnis dar. Hier wurde sehr deutlich gemacht warum es von der gesetzlichen Lage her so schwer ist in Deutschland legasthene Menschen zu integrieren.

Der norwegische Ansatz ist bisher der beste den ich bisher kennengelernt habe, und ist auch mit dem Studium zum diplomierten Legasthenietrainer gut kompatibel. Die Fachtagung bestätigte mich als Legasthenieexperten, diese sehr guten norwegischen Ansätze fließen auch in meine künftige Arbeit in Dresden ein.

In der kommenden Zeit werde ich auf die einzelnen Referate im einzelnen Eingehen. Diese inhaltlichen Ansätze sind sehr wichtig, um der Öffentlichkeit sowie den Verantwortlichen der Bildungspolitik darzustellen um eben aufzusteigen, dass man in anderen Ländern Europas viel pragmatischer mit der Thematik umgeht, eben jenseits jeglicher übertriebener und seinseitiger pathologischer Ansätze, die heute noch in Deutschland vorhersehen. In Norwegen ist der pädagogische Ansatz der hauptsächliche Weg um Legasthenikern in Norwegen zu helfen – genau dieser ist auch der wirklich richtige Ansatz! Diesen gilt es eben in die Tat umzusetzten.

Bildquellen: Lars-M. Lehmann


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